Patenstadt Passau

 

Leben an drei Flüssen

Einzigartige Naturkulisse

Das Passauer Dreiflüsse-Eck ist weltweit die einzige Stelle, wo drei Flüsse aus drei Himmelsrichtungen kommend sich vereinen und gemeinsam in die vierte weiterfließen - von Norden die Ilz, von Westen die Donau und von Süden der Inn, als Donaustrom ziehen sie gegen Osten weiter. Auf den Ufern und Halbinseln dieser Flüsse ist das historische Stadtbild entstanden.

In grauer Vorzeit

Die archäologischen Funde im Stadtgebiet beweisen, daß der Platz an den drei Flüssen schon in vorgeschichtlicher Zeit ( 5000 v.Chr.) als Standort diente und die Flüsse als Handelswege für Tonwaren und alpines Salz genutzt wurden. Im kulturhistorischen Museum der Veste Oberhaus erhalten Sie Einblick in die Geschichte der Stadt Passau

Die Römer gaben den Namen

Die erste Jahrtausendhälfte n.Chr. war Passau ein römischer Siedlungsort. Am Kastell Boiotro in der Innstadt lebte der Hl. Severin und aus dem Kastell Batavis in der Altstadt sich über Batawe und Pazzawe der heutige Name Passau. Im Römermuseum Kastell Boiotro können Sie archäologische Funde von der Frühgeschichte bis zur Römerzeit betrachten. 250 Jahre nach Abzug der Römer wurde Passau 739 Bischofssitz.

Aus der Asche entstanden

In unserem Jahrtausend haben Fürstbischöfe Passau als Residenzstadt des größten dtsch. Bistums, das vom Arber bis nach Ungarn reichte, ausgebaut. Das heutige italienisch-barocke Stadtbild entstand nach dem großen Brand von 1662. Inmitten der Altstadt erhebt sich der mächtige St. Stephansdom, in dem die größte Kirchenorgel der Welt erklingt. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Museen befinden sich in der malerischen Altstadt. Hoch über der Donau und Ilz thront die imposante Burganlage Veste Oberhaus. Über der Innstadt steht das Wallfahrtskloster Maria Hilf.

Leine los

Das Donauufer der Altstadt säumen große, luxuriöse Fahrgastschiffe. Sie liegen bereit für ,Dreiflüsse"-Rundfahrten und Ausflüge in und um Passau. Luxuriöse Kabinenschiffe laden ein zu Traumfahrten nach Budapest und ans Schwarze Meer. Die Passauer Reederei Wurm + Köck bietet von März bis Oktober "Dreiflüsse"Rundfahrten, sowie zahlreiche Ausflugsfahrten ins bayerische und österreichische Donautal.

Erlebnis Kultur

Passau nimmt im Dreiländer-Eck (Oberösterr.-Böhmen-Bayern) eine herausragende kulturelle Stellung ein. Zu den bedeutendsten Ereignissen gehören die alljährlich stattfindenden Festspiele ,Europäische Wochen Passau" von Juni bis Juli. Niveauvolles und spritziges Kabarett wird im Scharfrichterhaus vor allem zu den Passauer Kabarett-Tagen von Oktober bis Dezember geboten. Theater, Opern und Operetten im ehem. Fürstbischöflichen Opernhaus, sowie Konzerte verschiedener Arten in Redoute, Rathaussaal und Nibelungenhalle runden das breite Angebot ab.

Bach zur Mittagszeit

Auf der größten Kirchenorgel der Weit im Dom St. Stephan kann man von Mai bis Oktober um 12 Uhr Mittag (außer So und Feiertage) ein Konzert mit Werken von Kirchenmusikern wie Bach, Händel oder Muffat erleben.

Zeittafel der Stadtgeschichte

8.-6. Jhtsd.v.Chr. Früheste Besiedlungsspuren im Passauer Stadtgebiet
5.-1. Jhtsd.v.Chr. Besiedlung der Altstadt
150 v.Chr. Keltische Siedlung Boidrum auf dem Altstadthügel
1. Jh.n.Chr. Kastell Boiodurum - später Boioto in der Innstadt
und 2. Jh.n.Chr. Kastell Batavis in der Altstadt
um 460 Erste christliche Kirchen in Passau - Hl. Severin in Passau 476 Abzug der Römer - aus Batavis wird über Batawe - Pazzawe - Passau
739 Bonifatius gründet das Bistum Passau
971 - 991 Bischof Pilgrim (genannt im Nibelungenlied)
999 Bischof wird Herr über die Stadt
um 1095 Passau Zentrum der Kreuzzüge
um 1200 Nibelungenlied wird unter Bischof Wolfger aufgezeichnet
1217 Passau wird Fürstbistum (geistliches Fürstentum)
1219 Baubeginn der Veste Oberhaus
1225 Erste Stadtrechtsverleihung
13.-16. Jh. Salzmonopol
1407 Baubeginn eines gotischen Domes
1515 - 1550 Meister der ,Donauschule" Wolf Huber
1552 Passauer Religionsfriede
1662 u. 1680 Große Stadtbrände vernichten die mittelalterliche Stadt
1668 Baubeginn des barocken Doms
1676 Hochzeit Kaiser Leopolds 1. mit Herzogin Eleonore
1712 - 1730 Neue Fürstbischöfliche Residenz
1783 Fürstbischöfliches Opernhaus und Redoute
1803 Ende des Fürstentums - Passau kommt zu Bayern
1925 - 28 Größte Kirchenorgel der Welt entsteht im Dom St. Stephan
1945 - 54 Durchgangslager für 50.000 Heimatvertriebene des II. Weltkrieges
1954 Ein Jahrhunderthochwasser überflutet Passau
1952 Gründung der Festspiele "Europäische Wochen"
1961 Patenschaftsübernahme für die vertriebenen Böhmerwäldler
1972 Durch Eingemeindungen wächst Passau auf 50.000 Einwohner
1978 Aufnahme des Lehrbetriebes der Universität Passau
1980 Verleihung des Titels ,Europastadt" durch Europarat
1982 Eröffnung Römermuseum Boiotro
1985 Eröffnung Passauer Glasmuseum
1990 Eröffnung des Museum Moderner Kunst
1991 Eröffnung Kulturmodell Bräugasse.
1992 - dto Neugestaltung des Historischen Museum in der Veste Oberhaus
1992 - 1998 Sanierung und Renovierung von Stadttheater und Redoutensäle
1999 Planung eines Konzert- und Kongreßzentrums auf dem Exerzierplatz und Messe- und Veranstaltungszentrums in Kohlbruck

Sehenswürdigkeiten

Dom St.Stephan:

Diese Kathedrale wurde nach dem Stadtbrand von 1662 unter Einbeziehung von Chor, Querhaus und Vierungsturm des gotischen Vorgängerbaus (1407 -1560/70) im italienischen Barockstil erbaut. Einst war sie die Mutterkirche des größten Bistums und christlichen Donauraumes. Hier erklingt die größte Kirchenorgel der Welt, die aus fünf Einzelorgeln mit 17 774 Orgelpfeifen u. 233 Registern besteht.

Neue Bischöfliche Residenz:

Das ehem. Fürstbischöfl. Palais, erbaut Anfang des 18. Jh. zeigt Schätze aus der großen Vergangenheit des Bistums. Sehenswert sind das Rokokotreppenhaus und das Domschatz- und Diözesanmuseum.

Altstadt und Dreiflüsseeck:

Die Altstadtkulisse zwischen Dreiflüsse-Eck und Zentrum formen malerische Plätze wie Dom-, Residenz- und Rathausplatz, verwinkelte Gassen, bezaubernde Promenaden und die Türme von Kirchen- und Bürgerbauten. Am Dreiflüsse-Eck steht man inmitten eines bezaubernden Naturschauspieles dem Zusammenfluß von Donau, Inn und Ilz an einer Stelle.

Veste Oberhaus:

Nach Erlangung der Reichsfürstenwürde begann Bischof Ulrich II. mit dem Bau einer Burganlage auf dem Felsenmassiv hoch über Donau und llz. Durch Aus- und Anbauten bis ins 19 Jh. entstand eine der mächtigsten deutschen Burganlagen mit Basteien, Türmen, Vor- und Hauptburggebäuden. Sie beinhaltet somit Stilelemente der Gotik, der Renaissance und des Barock. Bis 1803 repräsentierten hier die Fürstbischöfe ihre weltliche Macht. In über 50 Räumen ist heute das kultur-historische Museum der Stadt Passau untergebracht. (Hier ist auch das Zentralmuseum der Böhmerwäldler. Red. Festschrift) Die Kulissen der Burghöfe bieten eine eindrucksvolle Atmosphäre für Open-Air-Veranstaltungen und der Rittersaal des spätgotischen Schachnerbaues dient für Empfänge. Ein herrlicher Ausblick auf das Dreiflüsse-Eck, die historische Stadt und das Umland erwartet die Besucher.

Rathaus:

Bürgergebäude aus dem 14. Jh. Der zu Beginn des 15. Jh. errichtete Saalbau erhielt nach den Stadtbränden von 1662 und 1680 eine barocke Neugestaltung in einen großen und kleinen Rathaussaal durch die Dombaumeister Lurago und Carlone. Die Ausmalung mit Passauer Stadt- und Geschichtsbildern erledigte der Historienmaler Ferdinand Wagner um 1890. Von Ostern bis Oktober kann man diese Säle besichtigen. Beachtenswert sind das Großfresko an der Nordfassade zur Donau und die Hochwassermarken am Rathausturm.

Klosterkirche Niedernburg:

Gegründet als Frauenkloster um 740 n.Chr. wurde das Niedernburger ,Abteiland" an der llz im 12. Jh. Grundstock des Passauer Fürstentums. Hochgrab der Seligen Gisela (+ 1065) , der ersten christlichen Ungarnkönigin.

Jesuitenkirche:

auch Michaels- oder Studienkirche genannt. Entstanden im Barockstil nach dem Stadtbrand von 1662 als Klosterkirche der Jesuiten. Sie verleiht mit dem ehem. Kolleg der Innpromenade die typische italienische Schauansicht Passaus. Das Wahrzeichen der Promenade - der Schaiblingsturm - steht für die große Vergangenheit Passaus als Umschlags- und Handelsplatz für alpines Salz nach Böhmen und in den Donauosten über Wien.

Wallfahrskirche Maria Hilf:

Hoch über der Innstadt erhebt sich die barocke Klosterkirche der Kapuziner, die einst als Marienwallfahrtsort, von dem noch eine überdachte Gebetstiege mit 321 Stufen bergaufwärts kündet, eine große Bedeutung hatte. Von hier aus hat man den schönsten Blick auf die ,italienische" Seite der Passauer Altstadt.

Universitätskirche St. Nikola:

Die Klosterkirche des ehem. Augustiner-Chorherrnstift aus dem 11. Jh. wurde Anfang des 18 Jh. aus dem gotischen Stil in eine Barockkirche umgebaut. Die romanische Krypta ist eine der wenigen erhaltenen Beispiele aus dieser Zeit. Seit 1978 sind Teile der Klosteranlage Kernstück der Universität von Passau.

Der zentralvorgelagerte Exerzierplatz mit der ,Nibelungenhalle" steht derzeit als sogenannte ,Neue Mitte" in den Planungen für ein neues Kongreß- und Konzertzentrum, das in wenigen Jahren fertig gestellt sein soll. Gleichzeitig entsteht am Stadtrand in Kohlbruck ein neues Messe- und Veranstaltungszentrum.

Kastell Boiotro:

Im Römermuseum Kastell Boiotro sieht man die freigelegten Fundamente der einstigen trapezförmig angelegten Militäranlage aus dem 3. - 5.Jh.. In der Nähe befand sich die Mönchszelle des Hl. Severin (+482), gen. Apostel von Norikum.

Stadttheater:

1645 Errichtung eines Ballhauses an der Innbrücke, 1771/74 als provisorisches Opernhaus ausgestattet, 1773 von J. G. Hagenauer zur klassizistischen Hofbühne (Theater) umgebaut. Im 19./20. Jh. mehrmals umgestaltet, erfolgte die letzte Rekonstruktion und Gesamtrenovierung mit modernster Bühnentechnik von 1989-91. Mit dem Stadttheater besitzt Passau ein einzigartiges frühklassizistisches Schmuckstück mit ca. 250 Besucherplätzen.

Redoutensäle:

Die 1784 als Weiterführung des fürstbischöflichen Theaters durch J. G. Hagenauer erbauten Redoutensäle dienten als Veranstaltungs- und Tanzsäle für die adelige, patrizische Hofgesellschaft. Die frühklassizistischen und ruinösen Säle, deren historischen Originalzustände nicht mehr rekonstruiert werden konnten, wurden von 1995-97 in einer zeitgenössischen Rauminterpretation zu modernen Tagungs- und Veranstaltungsräumen umgebaut.

Ehem. Sommerschloß Freudenhain:

Bemerkenswerte frühklassizistische Schloßanlage von 1786 - 89 durch J. G. Hagenauer hoch über dem nördlichen Donauufer an der Schanzlbrücke. Heute Gymnasium. Einst ausgedehnte Parkanlagen, die zum Teil wiederhergestellt werden, zum ehem. Sommerschloß HackIberg - heute Brauerei.

Museen:

Kulturgeschichtliches Museum in der Veste Oberhaus mit Böhmerwaldmuseum,
Domschatz- und Diözesanmuseum in der Neuen Residenz,
Römermuseum Kastell Boiotro in der Innstadt,
Glasmuseum im Wilden Mann am Rathausplatz,
Museum Moderner Kunst in der Altstadt (Bräugasse).
Auskunft über Veranstaltungen, Ausstellungen usw. gibt:
Tourist-Information Passau
Rathausplatz 3
94032 Passau
Tel. 0851/95598-0 Fax. 0851/35107
Internet: http://www.passau.de
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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